Ansatz & Methode

Management 3.0

Management 3.0 ist nach eigener Beschreibung eine sich weiterentwickelnde Sammlung von Spielen, Werkzeugen und Praktiken, mit denen jede Person zur Steuerung der Organisation beitragen kann. Der Ansatz setzt nicht bei Titeln an, sondern bei konkreten Führungssituationen.

Stand: 2026-09-19

  1. HerausforderungVeränderungsprozesse gestalten
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  3. Profile1 Experte

Kurz gesagt

Management 3.0 wird von der offiziellen Organisation als sich ständig weiterentwickelnde Sammlung von Spielen, Werkzeugen und Praktiken beschrieben, die jeder Person helfen, die Organisation mitzugestalten. Es ist ausdrücklich eine Sicht auf Arbeitssysteme und keine Rollenordnung: Der Leitsatz lautet, das System zu führen statt die Menschen. Der Ansatz arbeitet mit konkreten, meist spielbaren Praktiken – etwa Delegation Poker, Moving Motivators oder Kudo Cards – zu Themen wie Delegation, Motivation, Feedback und Veränderung.

Weitere Bezeichnungen: M3.0 · Management 3.0 Praktiken

Besprechungsraum mit großen Fenstern und mehreren Personen

Auf einen Blick

Offizieller Name
Management 3.0
Kategorie
Sammlung von Praktiken und Werkzeugen für Führung
Leitsatz
Das System führen, nicht die Menschen
Bekannte Praktiken
Delegation Poker, Moving Motivators, Kudo Cards, Meddlers, Change Management Game
Verbreitung
Workshops, Zertifizierungen und lizenzierte Facilitators über die offizielle Plattform

Stärken und Grenzen: passt – und passt weniger

Diese beiden Listen beantworten die häufigste Frage zuerst: Wofür ist der Ansatz gedacht, und wann ist er die falsche Wahl? Alles Weitere auf dieser Seite vertieft genau diese Entscheidung.

Passt, wenn

  • Organisationen, die Führungsverhalten verändern wollen, ohne zuerst die Struktur umzubauen
  • Teams mit konkret benennbaren Problemen wie unklarer Delegation oder ausbleibender Rückmeldung
  • Führungskräfte, die sofort anwendbare Formate statt weiterer Modelldiskussion suchen
  • Veränderungsvorhaben, in denen viele Beteiligte ohne zentrale Steuerung mitwirken sollen

Passt weniger, wenn

  • Organisationen, die vor allem eine neue Verfassung, Rollenordnung oder Entscheidungslogik brauchen
  • Umgebungen, in denen Praktiken ohne Auftrag und ohne Auswertung als Events durchgeführt werden
  • Bereiche, in denen Führung ausdrücklich nur positionaler Verantwortung folgen soll
  • Vorhaben, in denen spielerische Formate als unpassend für die Kultur gelten und nicht vorbereitet werden
Vertiefung: Ausgangslagen, Prinzipien und Ablauf

Typische Ausgangslagen und Probleme

Führung bleibt eine Frage des Titels

In vielen Organisationen hängt Verantwortung an Positionen statt an Aufgaben. Wer keine Führungsrolle hat, wartet auf Entscheidungen, statt Verantwortung zu übernehmen.

Modelle bleiben abstrakt

Neue Führungsmodelle werden vorgestellt und anschließend nicht angewendet. Ohne konkrete Praktik, die im nächsten Teamtermin ausprobiert werden kann, verändert sich nichts.

Prinzipien: warum der Ansatz so funktioniert

Das System führen, nicht die Menschen

Der Ansatz richtet den Blick auf Rahmenbedingungen, Anreize und Interaktionen. Veränderungsarbeit heißt, das System zu verändern, in dem Menschen arbeiten.

Führung ist verteilt

Gestaltung ist nicht an Führungspositionen gebunden. Jede Person kann zur Steuerung der Organisation beitragen – das ist die Grundannahme der Praktikensammlung.

Praktik vor Prinzip

Jede Praktik ist klein genug, um sie zeitnah auszuprobieren. Die Wirkung entsteht aus der wiederholten Anwendung und der Reflexion, nicht aus dem Bekenntnis zum Modell.

Offen und veränderlich

Die Sammlung bezeichnet sich selbst als sich wandelnd. Praktiken werden ergänzt und angepasst, statt als unveränderliche Lehre zu gelten.

Wie der Ansatz funktioniert

  1. 01

    Situation auswählen

    Ausgangspunkt ist eine konkrete Führungssituation: unklare Delegation, sinkende Motivation, ausbleibendes Feedback. Dazu wird eine passende Praktik gewählt statt ein Programm gestartet.

  2. 02

    Praktik durchführen

    Die Praktiken sind als kurze, angeleitete Formate gebaut – Delegation Poker klärt Entscheidungsrechte, Moving Motivators macht Motivatoren sichtbar, Kudo Cards geben strukturiert Anerkennung.

  3. 03

    Ergebnis in Entscheidungen überführen

    Jede Praktik erzeugt ein sichtbares Ergebnis: eine Delegationsstufe, eine Motivationsreihenfolge, eine Vereinbarung. Dieses Ergebnis wird im Arbeitsalltag tatsächlich verwendet.

  4. 04

    Wiederholen und weitergeben

    Wirkung entsteht durch Wiederholung und dadurch, dass Beteiligte die Praktik selbst anleiten können. Die offizielle Plattform bietet dafür Materialien, Workshops und Zertifizierungen.

Typischer Einführungspfad

  1. 01

    Ein Problem konkret benennen

    Starten Sie mit einer Situation, die Beteiligte selbst als Problem erleben – nicht mit dem Wunsch, ein Modell einzuführen.

  2. 02

    Eine Praktik vollständig durchführen

    Wählen Sie eine Praktik, leiten Sie sie korrekt an und werten Sie das Ergebnis gemeinsam aus. Halb durchgeführte Formate erzeugen Skepsis.

  3. 03

    Ergebnisse verbindlich verwenden

    Was in der Praktik entschieden wird, muss im Alltag gelten. Sonst bleibt die Wirkung auf den Termin begrenzt.

  4. 04

    Selbst anleiten können

    Bringen Sie mehrere Personen in die Lage, die Praktik selbst durchzuführen, damit der Ansatz nicht von einzelnen Beratenden abhängt.

Verwandte Ansätze

Herausforderungen, für die dieser Ansatz relevant ist

Profile mit diesem Ansatz

Die Zuordnung stammt aus den strukturierten Methodenangaben der Profile und den ausgewiesenen Quellen.

Martin Reimer

Münster, Deutschland

Unternehmensberater im Bereich Agile-Leadership / Management 3.0 / Change-Management

Martin Reimer ist Unternehmensberater im Bereich Agile-Leadership, Management 3.0 und Change-Management mit Sitz in Münster. Er arbeitet mit den Methoden Management 3.0 und Scrum und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig.

Quellen & weiterführende Referenzen

Die Inhalte dieser Seite wurden eigenständig verfasst und anhand der folgenden öffentlichen Quellen geprüft.

Offizielle Website

Management 3.0 – Leadership Training for Managers

Management 3.0

Geprüft am 2026-09-19

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Offizielle Website

Management Skills: Effective Leadership for Agile Managers

Management 3.0

Geprüft am 2026-09-19

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